Geradheitsmessung

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Grundlegendes Messprinzip

Bei der Herstellung von Rohren und Stäben spielt die Geradheit des Materials eine immer größere Rolle. Möglichkeiten,
die Geradheit zu korrigieren, sind vorhanden – jedoch stehen die Hersteller immer noch vor dem Problem der
Geradheitsüberprüfung. Bestehende Lösungen am Markt versetzen das Profil beispielsweise in Rotation oder erfassen die Geradheit nur abschnittsweise und addieren die Ergebnisse. Dabei werden, bedingt durch auftretende Schwingungen
und die unterschiedliche Durchbiegung des Materials aufgrund der Schwerkraft, Messergebnisse z.T. stark verfälscht.

Geradheitsmessung mit Schwerkraftkompensation

Die patentierte GMS-S (Straightness) besteht aus zwei Funktionsbausteinen. Zum einen aus der speziellen statischen Auflagerung der Werkstücke in Messposition, zum anderen aus der optischen Messtechnik.
Das für dieses spezielle Messverfahren entwickelte Auf­lagesystem ist mit mehreren Gewichtssensoren ausgestattet. Diese Gewichtssensoren ermitteln in zwei orthogonal zueinander stehenden Achsen die jeweiligen Auflagerkräfte, welche mit den theoretischen Werten (errechnet über Querschnitt und Länge) zu einem Biegemodell verrechnet werden.
Zusätzlich werden mit Hilfe von drei linearisierten und stereo­skopisch zueinander angebrachten Kameras Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen. Aus dieser zweiten Messung resultiert der reale Verlauf des vorliegenden Werkstücks mit normgerechten Messergebnissen.
Durch die Überlagerung der Ergebnisse aus der Auflagerung und den linearisierten Bildern, welches durch die eigens entwickelte Auswertungs­software erfolgt, können erstmalig die tatsächlichen Verformungen erfasst werden.
Die negativen Einflüsse, bedingt durch Schwerkraft oder auch Schwingungen, werden eliminiert.

Das Resultat ist lageunabhängig

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Objektive Erfassung der tatsächlichen Geradheit.
  • Sicheres Einhalten von Kundenanforderungen.
  • Zuordnung der Ergebnisse zum Werkstück.
  • Dokumentation der Qualität.
  • Autark oder als Integration in Ihre Fertigungslinie, im Quer- oder Längstransport
  • Auf Abweichungen kann direkt reagiert werden
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Messgeschwindigkeit:

3 sec. < t < 5 sec

Messgenauigkeit:

Unabhängig von der Position des Werkstücks
ergibt sich eine Wiederholgenauigkeit von
σ=0,02 [mm/ m].

Das Ergebnis:

Die Messergebnisse können zugleich vor dem Hintergrund von „Big Data“ erfasst werden. Daraus können Zusammenhänge mit Stellgrößen aus der Produktion durch geeignete Data- Mining Algorithmen identifiziert werden. So bauen Sie eine umfassende Historie auf und erstellen Statistiken zur Ursachenforschung – die ideale Basis für dauerhaft hohe Produktqualität.

Erfolgreich in der Praxis

Die GMS-S liefert auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig die geforderten Messergebnisse. Ein Nachkalibrieren ist durch die integrierten Komponenten in unter 2 sec. realisierbar. Das Umrüsten auf einen anderen Durchmesser oder eine Justierung ist ebenfalls nicht nötig, sodass es zu keiner Unterbrechung der Produktion kommt.

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